In meiner fast achtjährigen Karriere als Webmaster war aller Anfang reines HTML. Wer nicht unbedingt im reinen Texteditor seine HTML Skripts schreiben wollte, griff zu Microsoft Fontpage oder dem Netscape Composer. Dabei handelt es sich um sogenannte WYSIWYG Editoren.
Damit konnte man bequem seine Homepage erstellen. Auch bescheidene Layouts mit Tabellenstruktur oder sogenannten Frames konnten erstellt werden.
Jahre später wurde die Formatierung mittels CSS – Styles immer moderner. Diese haben den Vorteil dass das Layout, sowie die Formatierung vom eigentlichen Textinhalt getrennt wird. Somit kann beispielsweise die Schriftfarbe von dutzenden Seiten einer Homepage mit nur einem Parameter verändert werden.

Eines blieb dabei immer bestehen – es waren immer noch statische Seiten, die auch einzeln gewartet werden mussten. Nachdem meine Homepage immer mehr und mehr gewachsen ist, war ich auf der Suche nach einer Lösung.

ein CMS muss her

Ein solches Content Management System hat einen riesen Vorteil – die ganze Homepage wird mittels Datenbanksystem zentral verwaltet. Das Layout (auch Template genannt), der Inhalt, sowie die Programmdateien des Systems selbst. Somit resultiert ein weiterer Vorteil – die Wartung erfolgt meist sehr einfach über den Internet Browser. Somit ist am lokalen Rechner keinerlei Spezialsoftware erforderlich – egal ob Linux, Windows, Mac oder sogar Handy – Internetzugang und Browser sind genug.

phpWCMS von Oliver GeorgiVor vier Jahren hatte ich mich für das damals neu auf den Open Source Markt gekommene phpWCMS von Oliver Georgi entschieden. Es ist verhältnismäßig leicht zu bedienen und verfügt mittlerweile über einen gigantischen Funktionsumfang, welches bis vor einer Woche beste und vor allem sehr stabile Dienst für mich geleistet hat. Leider gibt es nur sehr wenige verfügbare Templates für diese geniale Software.

Nachdem ich für eine Freundin eine Homepage gestalten durfte, wo eine Installation von phpWCMS aus Servertechnischen Gründen nicht möglich war, lernte ich mir Joomla ein. Dieses CMS begeisterte mich ebenfalls durch seine Einfachheit und seinen tausenden Plugins, welche nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bieten. Leider bringen solche Plugins auch neue Risiken mit sich – angefangen von Inkompatibilitäten bis hin zu Sicherheitslücken ist vieles möglich.

Nun wollte ich auf meiner Seite auch wieder einmal einen kompletten Tapetenwechsel vornehmen. Nach langer Überlegung habe ich mir Typo3 eingelernt. Typo3 ist ein komplexes aber mächtiges CMS, weches es seit fast zehn Jahre gibt. Wie im phpWCMS ist auch die Bilderverwaltung vorbildlich! Das Ziel der Eierlegendenwollmilchsau hatte ich bis auf die Blogfunktion erreicht. Letztere wurde mittels Wordpress realisiert. Für den individuellen Betrieb sind auch für diese beiden Programme zahlreiche Plugins erforderlich!
Aufgrund von der Komplexität und den hohen Serveranforderungen würde ich den Typo3 Weg nicht erneut gehen.

Fazit:

Wie immer und überall kann man keine pauschale Aussage treffen – jedoch kann ich für private Seiten Joomla und phpWCMS empfehlen und für kommerzielle Seiten würde ich eher zu Typo3 tendieren.

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