openSUSE 10.2 am Sony VAIO VGN - FE41S
Nachdem ich wie gesagt dieses fast neue Notebook günstig gebraucht bekommen habe, ging es mit dem Ziel auf die Reise, dieses System so gut als möglich neben Windows Vista und XP auf den Rechner zu migrieren.
Zuerst einmal möchte ich die technischen Daten dieses Gerätes publizieren:
- Intel® Core™ 2 Duo Prozessor T5500 @ 2x 1.66 Ghz
- Mobile Intel® 945 PM Express-Grafikchip
- 2 GB DDR2 RAM @ 667 MHZ FSB
- 160 GB SATA Platte
- 15,4 Zoll Display mit 1280x800 Pixel
Da der Rechner bereits Vista und XP installiert hatte ging es erst einmal darum Platz zu schaffen. Nachdem Vista ja schon ein Tool zum Verkleinern seiner Partition an Bord hat, habe ich es gleich damit versucht. Fehlanzeige - immer zeigte er mir 0 kB an Möglichkeit zur Verkleinerung an. Nach zwei Stunden googeln habe ich aufgegeben und mich nach Alternativen umgesehen. Die Alternative war gparted-livecd-0.3.4-5. Nachdem ich das ISO auf CD gebrannt habe, war das Verkleinern und Verschieben der Partitionen ein Kinderspiel - sogar mit grafischer Oberfläche! Nun habe ich ca. 40 GB an Platz gewonnen um meine openSUSE zu installieren.
Nun war die Vorarbeit geleistet und es konnte losgehen.
Grünes Licht zur Installation
Nun legte ich die openSUSE DVD in das Notebook ein und kam zum Startfenster der Installation. Die Anzeige habe ich dabei auf VESA gestellt um zu sehen, was beim Hochfahren passiert ohne immer ESC drücken zu müssen. Ich startete die Installation mit 64bit (auf einer zweiten Platte versuchte ich auch die 32bit Version um zu vergleichen).
Im YAST Installationsfenster angekommen änderte ich folgende Einstellungen:
- Bootmanager erkannte die beiden anderen Systeme und ich vergab die richtigen Namen und setzte die Auswahlzeit auf drei Sekunden
- als Standard wählte ich KDE
Nun nur noch bestätigen und innerhalb einer halben Stunde wurden 2.5GB an Daten installiert (bei der 32bit Version sind es ca. 2GB!).
Bei der späteren Konfiguration wurde sehr viel erkannt und richtig konfiguriert!!
richtig erkannt wurde:
- Prozessor (auch Speedstep)
- Chipsatz
- Soundkarte (Mikrofon ging nicht!)
- Sony LAN
- Intel WLAN (ipw3945)
- Bluetooth
- Grafikkarte (Monitor musste von Hand ergänzt werden)
- Soundtasten (Mute, + und - )
- Multicard lese Steckadapter seitlich für SD Karten
- Touchpad
- DVD Laufwerk
nicht (oder nicht von selbst) erkannte Geräte:
- Mikrofon der Soundkarte (wird für Skype benötigt)
- Einwahlmodem
- Sony Funktionstasten (sonypi Modul wird nicht für 64bit im Kernel unterstützt - Funktion unter 32 bit ebenfalls nicht vorhanden!)
- eingebaute Kamera
- Memory Stick DUO Steckplatz vorne
- Energiesparfunktion LCD dimmen
- Suspend to DISK & RAM
nachbessern ...
Linux läuft soweit am Vaio und es ging ans Nachbesseren.
Als ersten Schritt habe ich den YAST einmal mit einem Online Update beauftragt. Nicht vergessen vorher die Online-Update-Konfiguration ausführen!
Nachdem dutzende Pakete (auch der Kernel) upgedatet wurden ging es darum den originalen NVIDIA Treiber zu bekommen um eine 3D Unterstützung zu erhalten!
Dies habe ich wie folgt gemacht:
- YAST öffnen und auf INSTALLATIONSQUELLEN-WECHSELN klicken.
- das Protokoll FTP wählen
- als Servername "download.nvidia.com" eingeben
- als Directory "/opensuse/10.2" eingeben.
- GnuPG-Schlüssel akzeptieren
- YAST Software Installation auswählen und NVIDIA in der Suche eingeben.
- NVIDIA-gfx-kmp-default und x11-video-nvidia auswählen und installieren
- nun Grafikkarte und Monitor im YAST nachkonfigurieren (oder auf Testkonsole mit sax2 -r)
Nun sollte die Installation des 3D NVIDIA Treibers passen!
weitere Nachbesserungsarbeiten ...
Für mich waren noch ein paar Sachen wichtig, die ich teilweise lösen konnte.
Die gelösten Probleme werden nach und nach in weiteren Unterseiten dokumentiert!
Gelöst wurde:
- unsaubere bzw. verwaschene Schriften
- Mikrofonproblem
- Suspend to DISK & RAM
- Display dimmen
- eingebaute Webcam
noch nicht lösbar für mich sind:
- Funktionstasten
- Einwahlmodem (wird von mir nicht benötigt)
- Sony Memory Stick
Sollte jemand eine Idee für die verbleibenden Probleme haben, so bitte ich um eine kurze eMail.
Schön langsam funktioniert fast die gesamte Hardware!
64bit oder 32bit
Ob 32bit oder 64bit - diese Frage haben sich wohl schon viele gestellt.
Nachdem der Sony VGN FE41S einen 64bit Prozessor besitzt und auch über 2 GB RAM verfügt habe ich natürlich anfänglich die 64er Version installiert. Bis auf das sonypi Kernelmodul, das ohnehin beim FE41S keine Wirkung zeigt, funktioniert die 64bit Version auch ganz gut!
Nun hat es mir aber keine Ruhe gelassen und die 32bit Version auch versucht. Nicht ganz überraschend - der Sony wurde schneller.
Warum? - Die kompilierten Programme brauchen unter 64bit mehr Speicher und sind auch größer. Da aber in Notebooks langsame Festplatten verbaut sind, merkt man dies natürlich umso stärker. Speziell der Sony hat im FE41S nur eine Festplatte mit 4200 U/min verbaut, welche von mir ohnehin schon gegen eine Samsung Platte mit 5400 U/min getauscht wurde. Auch die 2 GB RAM sind für 64bit schon ein Grenzfall - ideal wären 4GB.
Fazit
Ich bleibe aufgrund der Performence beim Sony auf der 32bit Installation.
Für Desktop Besitzer mit Raid 0 Festplatten und 3 - 4 GB Arbeitsspeicher wird sich mit Sicherheit bei 64bit ein Leistungsschub messen lassen.
